Irgendwie bin ich musikalisch im letzten Jahrtausend hängengeblieben (das war aber auch geil!) und nicht besonders gesprächig... schaut am besten rein, wenn meine Frau neben mir steht - dann isses erträglich. Indie | Wave | EBM | Industrial | Punk | Metal ... ⌐☉_⚆

Ich bin Baujahr ’69 (Weimar/Thüringen) und hatte mein prägendes „musikalisches Erwachen“ Anfang der 80er Jahre nach einer damals als lästig empfundenen klassischen Klavierausbildung. Von der „hr3-Hitparade“, die ich quasi komplett auf Tonband mitschnitt, ging’s von Indie, Wave, Pop und NDW mit den „Grenzwellen“ ziemlich schnell weiter zu Punk, Oi, Metal und Hardcore … krasse, schöne Zeit!
Eine Woche nach Mauerfall hab' ich rübergemacht – Ziel Kanada – und es bis nach fuckin' Augsburg geschafft, 12 Jahre später dann noch ein paar Kilometer weiter nach München, wo ich seither rumhänge - daher das „_muc“ im Nick.
DJs, auch Schallplattenalleinunterhalter genannt, wissen, was sie tun und treten an, mit finanziellem Interesse ihr Publikum zu bespaßen. Sie erzählen dabei nette Anekdoten von ihren Treffen mit den Künstlern, die sie persönlich oder mindestens namentlich kennen und deren Bandgeschichte und Discographie sie auswendig erzählen und aufzählen können, wobei sie persönliche Andenken, Originale und Trophäen in die Kamera halten ...
Das ist so irgendwie gar nicht mein Ding. Ich lege gern, abgelenkt und nur halb bei der Sache, für mich und meine Freunde auf. Dies ausschließlich in den Genres, die mir taugen. Ich mag einzelne Songs und manchmal ein "Gesamtkunstwerk" ohne immer den kompletten Lebenslauf der Künstler zu kennen (oder deren Namen).
Meine Streams spiegeln immer auch irgendwie meine Stimmungslage wieder. Das kann anstrengend, unterhaltsam, oder aber auch einfach nur unhörbar sein. Zumindest hat es mir das Prädikat „schlechtester DJ der Welt©“ durch meinen besten und ältesten Freund eingebracht, was mich insgeheim doch etwas mit Stolz erfüllt.
Wenn ihr mich streamen seht, bedeutet das eigentlich immer, dass ich gerade „Musik höre“.
Soll heißen: Ich mache mir „Partybeleuchtung“ an und die Mucke dröhnt mit min. 75 bis 80 dB aus drei PAs mit acht 18er Subs und insgesamt knapp 6 kW Endstufenleistung. Das ist eine der raren Situationen in meinem Leben, in der meine Gedanken endlich betäubt Ruhe geben – also pure Erholung.
Der Stream läuft als "nice to have", denn was ich allein erlebe, ist nie passiert ...
Also lege ich wortkarg und unprofessionell mein komisches Zeug auf, habe meist kein Programm, weiche der Kamera aus, teste einmal im Jahr das Mikro auf Funktion und freue mich über jeden Zuhörer, der sich das antut.
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